Was ist bei Hi-Pot-Tests
besonders zu beachten?


HI-POT-TEST

Beim sogenannten High-Pot-Test (Hochspannungsprüfung) werden elektronische Baugruppen oder Kabel auf die Durchschlagsfestigkeit der elektrischen Spannung geprüft. Eine besondere Rolle spielen Hi-Pot-Tests im Automobilbereich. INGUN bietet für diese Tests spezielle Kontaktstifte an – sowohl als Einzelstifte, Hochstromvarianten als auch DPS-Serien (Di-polstifte).

Ein High-Pot-Test wird mit einer im Vergleich zum Regelbetrieb höheren Spannung durchgeführt. Es kann sowohl mit Wechselspannung als auch mit Gleichspannung geprüft werden, in der Regel im Bereich von mehreren hundert Volt bis zu einigen Kilovolt. Zur Durchführung des Tests wird eine hohe Spannung angelegt und mit einem speziellen Prüfgerät gemessen, ob ein Durchschlag vorhanden ist (pass/fail) – zusätzliche Messdaten werden nicht erhoben.

Bei der Wahl der Prüfmittel ist zum einen zu beachten, dass die Prüfnadeln die hohen Spannungen aushalten. Zum anderen müssen sie für den automatisierten Test federkontaktiert sein, damit in der Prüflinie hohe Stückzahlen erreicht werden können.  

Lösungsmöglichkeiten und Praxistipps

INGUN bietet für die Hochspannungsprüfung spezielle Kontaktstifte an, die im hauseigenen Labor auf Herz und Nieren geprüft werden. Bei Einzelstiften sollten Varianten mit komplett durchgängigem Kolben gewählt werden oder Hochstromstifte, die einen geringen Eigenwiderstand aufweisen. Vorteilhaft sind auch koaxiale Varianten, z.B. koaxiale Dipolstifte, die im Wesentlichen zwei Stifte in einem sind (= Doppelstifte) – damit platzsparend und ausgelegt für eine Vielzahl von Konnektoren und Prüflingen.

Ein Hi-Pot-Test sollte immer getrennt von Durchgangstest (umgangssprachlich „Klingeltest“) und Hochfrequenztest stattfinden. Nach Möglichkeit sollte eine Kombination mit demselben Prüfstift für verschiedene Arten von Messungen vermieden werden, um eine optimale Lebensdauer aller Prüfelemente zu gewährleisten. Der Anschluss an das Prüfgerät erfolgt abhängig von der Wahl des Stifts per Koaxverbinder und Koaxkabel, mittels Löten, per Schraub-verbindung (Kabelschuh) oder – seltener – mit Steckverbindung.