Differentielle Steckverbinder

Differentielle Steckverbinder
treiben die Vernetzung von Fahrzeugen voran


AUTOMOBIL-ELEKTRONIK

Die Entwicklung hin zum autonomen Fahren ist in vollem Gange. Voraussetzung dafür ist eine robuste und leistungsfähige Datenübertragung im Fahrzeug. Differentielle Steckverbinder spielen hierbei eine wichtige Rolle - mit diesen lässt sich die Vielzahl von Fahrzeugsystemen effizient vernetzen. Für die Zuverlässigkeit solcher Steckverbinder sorgt neue Prüftechnik von INGUN, etwa der Hochfrequenz-Kontaktstift HFS-802.

Ein modernes Auto kann bis zu 100 elektronische Steuergeräte (Electronic Control Units, ECUs) enthalten: von einfachen Steuerungsprogrammen über eingebettete Plattformen bis zu komplexen, multifunktionalen Echtzeit-Betriebssystemen. Gerade für Sicherheitsanwendungen wie Fahrerassistenzsysteme (ADAS), die die Basis für das autonome Fahren sind, werden zunehmend sichere Hochgeschwindigkeits-Datensteckverbinder benötigt. Aktuell ist mit dem teilautomatisierten Fahren bereits die Stufe 3 von 5 erreicht. Auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahren wird die Anzahl und Komplexität der Systeme im Fahrzeug – auch für die Vernetzung mit der Umgebung (V2X) durch 5G (zukünftig 6G) – weiter steigen.

Die Grundlage dafür bilden differenzielle Steckverbindersysteme. In ihnen werden jeweils zwei Leitungen so parallel geführt, dass sich Störungen und Abweichungen in der Übertragung rechnerisch kompensieren lassen. Differenzen heben sich dadurch gegenseitig auf, so dass digitale Daten in hoher Qualität und mit immer höheren Datenraten übertragen werden können – zum Beispiel für Kameras, Infotainment, Automotive Ethernet und viele weitere Anwendungen. Eines der ersten differenziellen Automotive-Steckverbindersysteme, die HSD-Serie von Rosenberger, sorgt nach wie vor für die Anbindung von digitalen Signalen an die Steuergeräte und wird seit Jahren mit der Kontaktstiftserie HFS-819 von INGUN geprüft. Jedoch wird diese Generation nach und nach von moderneren und leistungsstärkeren Systemen abgelöst.

  • Moderne Infotainment-Einheit eines aktuellen Fahrzeuges aus deutscher Produktion.

Passende Prüflösungen für Hochleistungssteckverbinder

INGUN stellt für fortschrittliche Steckverbindersysteme die passenden Prüflösungen bereit. So ist der Hochfrequenz-Kontaktstift HFS-802 (verfügbar für H-MTD  - und MATEnet  -Verbinder) ebenso modular ausgelegt wie die zu prüfenden Systeme und liefert die jeweils erforderliche Performance im Frequenzbereich bis 20 GHz. Mit dem Prüfstecker PS-HSAL2  bietet INGUN zudem eine passende Kontaktierlösung für Differentialsteckverbinder des Typs HS Autolink II. Im Fokus steht hier neben der Übertragungsleistung die lange Lebensdauer durch den verschleißarmen Aufbau und das optimierte Abriebverhalten.

Leistungsstark, robust und variabel vernetzen auf engstem Raum

Differentielle Steckverbindersysteme müssen hohe Anforderungen bezüglich Robustheit und Sicherheit, Geschwindigkeit sowie Modularität und Flexibilität in der Anwendung erfüllen:

 
  • Robustheit und Sicherheit
    Primär- und Sekundärverriegelung, hohe Kabelhaltekraft, Vermeidung von Fehlsteckungen sowie Beschädigung von Kontaktstiften
  • Geschwindigkeit
    Hochfrequenzübertragung mit bis zu 20 GHz und Datenraten von bis zu 56 Gbit/s
  • Modularität und Flexibilität
    Einsparung von Bauraum bis 80 Prozent; Unterstützung von Automotive Ethernet und zahlreicher SERDES-Protokolle; Vielzahl von Kabelvarianten, z.B. Shielded Twisted Pair (STP) und Unshielded Twisted Pair (UTP)

INGUN deckt bereits jetzt den allergrößten Teil der auf dem Markt verfügbaren Differentialsteckverbinder mit passenden Prüflösungen ab und entwickelt – basierend auf genauer Kenntnis der Prüfanforderungen – laufend neue.
Auch für den Bereich 5G  finden Testingenieure eine Vielzahl passgenauer Produkte in unserem Portfolio.


Mehr zum Thema Hochfrequenz-Kontaktstifte sowie zu den Testherausforderungen moderner und zukünftiger 5G-Automobilanwendungen erfahren Sie auch in unserem Webinar.

Jetzt zum kostenfreien Webinar anmelden